Warnemünde, 01. Januar 2026
Heute Morgen sah es noch gar nicht gut aus. Schneeregen, kräftiger Wind, bange Blicke zum Himmel: Würde das 26. Warnemünder Turmleuchten erneut den Wetterverhältnissen zum Opfer fallen? Muss schon wieder ein Nachholtermin gefunden werden?
Die Entscheidung fiel in der morgendlichen Lagebesprechung mit den Sicherheitskräften – und sie fiel mutig aus. Die Veranstaltung sollte stattfinden. Regisseur und Macher Torsten Sitte von der Hanseatischen Eventagentur Rostock blieb ruhig und erfahren: „Wir haben keine andere Windsituation als bei mindestens 18 Veranstaltungen in den letzten 26 Jahren.“
Der Warnemünder Wettergott machte es den Beteiligten bis zuletzt spannend. Prognostiziert waren lebhafter Südwestwind mit rund 35 km/h – Windstärke 5 nach der Beaufort-Skala, in Böen sogar Stärke 7. Eine Herausforderung für eine technisch anspruchsvolle Inszenierung direkt an der Küste, aber nicht unmöglich.
Doch kurz vor Beginn schien sich die Lage zu entspannen. Der Schneeregen hörte auf, der Himmel riss auf, stellenweise zeigte sich sogar Blau. „Eine echte Zitterpartie“, sagt Tourismusdirektor Matthias Fromm erleichtert. „Aber letztlich zeichnete sich schon an den letzten Abenden ab, dass uns das Wetter am Ende doch in die Hände spielt und wir die Veranstaltung durchführen können.“
Der Aufbau für Europas größte Neujahrsinszenierung hatte bereits um 8 Uhr morgens begonnen und verlief planmäßig. Um Irritationen und Unruhe innerhalb der Crew zu vermeiden, sprach Torsten Sitte ein Handyverbot aus. Sein pragmatischer Rat an die Besucher: wetterfeste Kleidung.
Als die Dunkelheit einsetzte, eröffnete „Outro“ von M83 die Inszenierung. Der Warnemünder Leuchtturm wurde zur zentralen Projektionsfläche, Laser- und Lichteffekte strukturierten den Himmel über der Mole.
Mit „Ordinary“ von Alex Warren nahm die Inszenierung an Intensität zu, bevor ein besonderer musikalischer Moment folgte: Ola Van Sander präsentierte live eine neu arrangierte Fassung des KARAT-Klassikers „Ich liebe jede Stunde“, gemeinsam mit Bad Penny. Die Darbietung war bewusst als Hommage an Turmleuchten-Mitbegründer Gerhard Lau angelegt und verlieh dem Abend eine zusätzliche inhaltliche Tiefe.
Spätestens bei „The Show Must Go On“ von Queen wurde deutlich, dass das Turmleuchten trotz aller Wetterdiskussionen konsequent durchgezogen wurde.
Mit „Stand by Me“ von Vince Cox wurde der Ton ruhiger, bevor „It’s All Coming Back to Me Now“ von Céline Dion den Schlusspunkt setzte – und am Leuchtturm die neue Jahreszahl 2026 aufleuchtete.
Für Rostocks ehemaligen Umweltsenator Holger Matthäus, der sich heute ehrenamtlich im Förderverein Leuchtturm Warnemünde engagiert, steht fest: „Ein Event dieser Größenordnung als Nachschlag zum eigentlichen Jahreswechsel ist bundesweit einmalig.“ Besonders hebt der Warnemünder die sehr gute Kooperation zwischen Leuchtturmverein, Tourismuszentrale und Hanseatischer Eventagentur hervor.
Partner der ersten Stunde ist das Warnemünder Hotel Hübner. Dessen Marketingverantwortliche Berit Dierke erlebte das 26. Turmleuchten gemeinsam mit ihrer 15-jährigen Tochter Lentje. „Ich finde es toll, dass die Agentur seit vielen Jahren kontinuierlich so gute Arbeit leistet und ein Event mit dieser Strahlkraft in der Region platziert.“ Aus ihrem Arbeitsalltag weiß sie: Viele Gäste reisen genau deshalb an. „Man muss es einfach einmal live erlebt haben.“
Auch für den Förderverein Leuchtturm Warnemünde e.V. ist das Turmleuchten ein Herzensprojekt. Vorsitzender Mathias Stagat hatte an diesem Abend gleich doppelt Grund zur Freude. Eine Turmleuchten-Grafik von Sebastian Stave – ein augenzwinkerndes Unikat, das Warnemünde als „Mittelpunkt der Welt“ zeigt – wurde für 980 Euro versteigert.
Der Erlös, traditionell aufgerundet, fließt vollständig in die Arbeit des Vereins. Ein Verein, der außergewöhnlich ist: Er nimmt keine Fördergelder an – er vergibt sie. Über eine Million Euro gingen bereits an 105 Einrichtungen.
„Die Zusammenarbeit mit Hanse Event ist konstant auf höchstem Niveau“, sagt Stagat. „Eine tolle Sache, was hier Jahr für Jahr auf die Beine gestellt wird.“
Noch ganz ergriffen zeigte sich Michael Dietz, Marketingmanager bei Scandlines und ebenfalls langjähriger Partner des Turmleuchtens: „Es berührt mich, dass auch nach 26 Jahren so viele Menschen kommen, um vor dieser einmaligen maritimen Kulisse eine so schöne Inszenierung zu erleben.“ Zudem freue er sich über jeden Gast, der Rostock und Warnemünde als Tor nach Skandinavien entdeckt.
Für die neunjährige Marlene aus Rostock war es bereits das zweite Warnemünder Turmleuchten. Besonders die Laserstrahlen hatten es ihr angetan. „Laser, Musik, Flammen und Feuerwerk passten superschön mit den anderen Effekten zusammen.“ Für sie steht fest: Auch die 27. Auflage möchte sie unbedingt live erleben.
Einziger Wermutstropfen: „Der Windsituation war es geschuldet, dass alle Feuerwerkseffekte direkt am Leuchtturm aus Sicherheitsgründen nicht gezündet werden konnten“, erklärt Martina Hildebrandt, Geschäftsführerin der Hanseatischen Eventagentur. Doch auch bei ihr überwog am Ende die Erleichterung.
Rund 40.000 Besucherinnen und Besucher erlebten das 26. Warnemünder Turmleuchten live und schickten mit ihren Smartphones unzählige Bilder und Videos in alle Welt.
So ist das, wenn man sich am Neujahrstag am Warnemünder Leuchtturm trifft:
Ein ganz besonderer Tag.
Ein ganz besonderer Ort.
Und ganz besondere Menschen.
Tourismuszentrale Rostock & Warnemünde
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